| Hagen sah den Mann springen.
Hagen sah, wie der Körper auf der Straße aufschlug. Hagen war
als erster am Unfallort. Hagen ist ein junger Chirurg. Hagen arbeitet
gerade an seiner Doktorarbeit. Der Mann hatte sich keinen einzigen Knochen
gebrochen. Der Mann hatte keinen einzigen blauen Fleck. Die inneren Organe
waren intakt. Der Mann ist tot.
Neun erste Sätze benötigt die kubanische Autorin Alechandra
Esstrobars in ihrem Erstlingswerk „SuicideAngels“ um den Leser
unmittelbar in Kenntnis zu setzen.
Während eines Chirurgenkongresses in Havanna erlebt Hagen zufällig
das Unmögliche. Hagen glaubt weder an Zufall noch Wunder. Zuhause
in Düsseldorf kann er das Erlebte nicht auf sich beruhen lassen.
Zusammen mit der chaotischen wie genialen Knochenspezialistin Sabrina
und dem Informatiker Lutz, der gerade in Amsterdam promoviert, macht sich
Hagen auf, das Rätsel zu lösen. Was als interessantes „Nebenbeiforschungsprojekt“
beginnt, zieht die drei Freunde rapide in einen Strudel aus Schweigen,
Geheimnissen und Drohungen. Plötzlich verschwindet Sabrina spurlos.
Hagen und Lutz fliegen nach Havanna.
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